Der Bayern-Papst

Schön, dass Benedikt mal wieder reinschaut. Deutsche Heimatverbundenheit ist ja seit der Fußball-WM wieder “in”. ABER: Warum, zur Hölle, musste ich mir am Sonntag auf ZWEI öffentlich-rechtlichen Kanälen denselben Sermon reinfahren? Natürlich ist so ein Papstbesuch ein Ereignis, über das berichtet werden muss. Aber BEIDE Programme, für die ich GEZ-Gebühren entrichte? Was, wenn mich als Atheist das religiöse Geseiere einen Scheiß interessiert? Wir sind Papst, wir sind der Weltmeister der Herzen, Exportweltmeister sowieso. Warum aber kriegen die Öffentlichen kein vernünftiges Fernsehprogramm hin? Warum muss ich mir predigende Senioren auf zwei Kanälen aus zwei Perspektiven ansehen? Warum tritt Frau Sommer nicht zurück und verschont uns mit ihren realitätsfernen Schulverbesserungen? Warum sagt niemand Kai Pflaume, dass sein blödes Grinsen von Tag zu Tag künstlicher wirkt? Und wer, verdammt, hatte die Idee, dass neue Soaps (“Verliebt in Berlin”-Reloaded und “Alles was zählt”) das private Fernsehprogramm bereichern würden?

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One Comment on "Der Bayern-Papst"

  1. Politik Blogger
    12/09/2006 at 07:06 Permalink

    Naja, die Begeisterung für den Papst hält sich nicht nur bei mir persönlich, sondern ascheinend auch in der Region Regensburg sehr in Grenzen. Nach einer Umfrage auf Donau.de (Online-Ausgabe der ansässigen Mittelbayerischen Zeitung) geht der Papst den Leuten am Arsch vorbei (40% freuen sich nicht, 25% ist der Papst egal) und ignorieren den “Pontifex” schlicht (70% werden auf keinen Fall zu einer Veranstaltung gehen). Reife Leistung des Papstes – trotz Dauerpropaganda solche Umfragewerte zu haben.

    Grüß aus Rgensburg

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