Es ist raus: In NRW werden etwa ab dem Wintersemester 2006 Studiengebühren fällig! Das bedeutet für Neu-Studis in Bochum Semesterkosten von etwa 662 Euro (500,- Euro Eintrittsgeld, zzgl. 162,- Euro Semesterbeitrag), das sind gut 110 Euro zusätzliche Belastung pro Monat. Und die wollen erst einmal verdient werden!
Plus 180 Euro fürs Studi-Wohnheim und 100 Euro fürs Mittagessen – da sind’s mal locker, umgerechnet, 780 D-Mark, die neben dem Studium erwirtschaftet werden müssen. Natürlich gibt’s in diesem Tarif keine Krankenversicherung. Rente sowieso nicht. Dafür einen Zugang zu unendlichem Wissen in Bibliotheken, in denen Standardwerke als Dauerleihgabe im Regal des Dozenten zur Bücherwurmzucht eingesetzt werden.
Wie bitte? Die Gebühren purzeln direkt in den Uni-Topf? Natürlich! Man muss ja die gekürzten oder – im besten Falle – eingefrorenen Mittel des Landes kompensieren. Neue Bücher? Schönere Flure? Mehr Stühle in überfüllten Seminaren?
Nein!
Vier volle Verwaltungsstellen zur Verteilung der Studiengebühren. Acht Hilfskraftstellen zur sekretarischen Unterstützung und zum Abheften der Aktenberge. Zwölf Arbeitsplätze mit Schreibtischen, Telefonen, Computern und Textmarkern. 24 Angestellte, die das Büro einrichten. 96 Angestellte, die die Reise nach Jerusalem antreten müssen, weil einer die Büro-wechsle-dich-Karte gezogen hat.
Vier Jahre Studiengebühren, die komplett in den Sand gesetzt wurden, um den Status quo zu behalten.
Herzlichen Glückwunsch!
No Comments on "Die CDUni"