Es ist passiert: Mein Drucker hat sich in die Wartung verabschiedet. So sagt es zumindest ein Warnhinweis im Druckdialog. Dieser tauchte in ähnlicher Form bereits seit einigen Wochen auf, die Ausdrucke allerdings waren weiterhin einwandfrei. Heute hat er sich nun abgestellt. Hier die Meldung:

Einiges Suchen im Internet förderte zu Tage, dass ein Epson-Drucker einen “Druck-Counter” eingebaut hat, der die Ausdrucke zählt und nach einigen tausend Lettern die Herstellerreißleine zieht. Grund hierfür sind die “Resttintenschwämme” am Boden des Druckers, die unter anderem die Tinte auffangen, die bei einer Druckkopfreinigung freigesetzt wird. Und diese muss ja irgendwo hin. Und irgendjemand hat sich nun hingesetzt im Epson-Hirn und ausgerechnet, wann im Durchschnitt dieser Schwamm voll ist. Bei “normalem” Druckverhalten soll die Kapazität dieser Schwämme (im Modell “C64″ immerhin sieben an der Zahl) die Lebensdauer des Druckers locker überschreiten. Wir sind allerdings Vieldrucker, und das nicht einmal mit originaler Epson-Tinte, sondern mit kompatiblen Patronen (bei einer Preisersparnis von etwa 35 Euro (!) pro Vier-Farb-Füllung). Die etwas häufigeren Druckkopfreinigungen haben uns nicht sonderlich gestört. Dass die Tinte irgendwo aufbewahrt wird, verrät einem auch niemand …
Nun, die Frage ist doch folgende: Nutze ich den großzügigen Epson-Service (der von mir ebenso großzügig mit wasweißichwieviel Euro pauschal entlohnt werden müsste) oder kaufe ich mir lieber gleich einen neuen Drucker? Ich entscheide mich für weiteres Surfen und lande beim Druckerchannel, der ausführlich erklärt, wie man selbst diese Resttintenschwämme auswechseln kann. Hier habe ich nun neue Schwämme bestellt (laut dieser Darstellung als PDF) und stelle mich der Herausforderung a), um Geld zu sparen, b), um Epson kein Geld für diese absolut unverständlich umständlich und unerreichbare Positionierung der Schwämme in den Gierschlund zu schieben (immerhin haben selbst Toaster eine Krümelschublade) und c) aus Trotz.
Ich denke, Mittwoch oder Donnerstag werde ich genug Zeit haben (ich plane mal optimistische drei Stunden für diese Aktion), die Operation am offenen Drucker vorzunehmen. Ein bebildeter Rundgang durch meinen Drucker und die emotionalen Höhen und Tiefen während der Prozedur werde ich dann hier präsentieren (nur die Schimpfwörter behalte ich für mich).
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