Die lange Abstinenz hat eine Ursache: Feiertage, Vorfeiertagstrubel und der Kampf mit Linux.
Ich habe mttlerweile so ziemlich alle Distributionen angetestet: Suse, Ubuntu, Knoppix, Mandriva, Fedora und ein paar andere, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnern will. Nun bin ich wieder bei Suse gelandet, genauer gesagt: bei openSuse 10.2, diesmal mit GNOME, nicht KDE. Sieht gewohnt nett aus, die Konfiguration ist recht einfach, aber eine Sache will nicht funktionieren: Mein toller AVM Fritz WLAN USB Stick. Er will nicht ins Internet. So bleibt mir vorerst nur das alte Windoof, das, wenn auch unsympathisch, wenigstens komplett funzt …
13/01/2007 at 16:13 Permalink
Hallo Bob!
Offenbar ist es im Zeitalter der Breitbandverbindungen und Zeitschriften-DVDs zur Mode geworden, Linux-Distributionen “anzutesten”, um dann bei Problemen entweder sofort zur nächsten Distribution zu wechseln oder gleich reumütig zum zuvor eingesetzten Microsoft-Produkt zurückzukehren.
MS Windows zu benutzen ist nicht schlimm. Es schadet weder der Ozonschicht, noch daß es dem Welthunger Vortrieb leistet. Es ist nicht perfekt, aber das sind andere Betriebssysteme auch nicht. Warum also zwanghaft wechseln wollen?
Über Linux, BSD, Solaris & Co. sollte man nur nachdenken, wenn man ernsthaft (!) wechselwillig ist und sich mit dem Umstand anfreunden kann, daß man möglicherweise nicht sofort alles so gut im Griff hat wie bei dem Betriebssystem, das man zuvor schon Jahre gearbeitet und für das man seine vorhandene Hardware gekauft hat. Also nicht “antesten”, sondern vorher informieren: Welches alternative Betriebssystem / welche Distribution ist die richtige für meine Zwecke? (Was sind meine Zwecke überhaupt?) Welches allgemeine Feedback gibt es zu diesem Betriebssystem / dieser Distribution? Wird meine Hardware unterstützt? (Bin ich bereit, auf nicht unterstützte Hardwarekomponenten zu verzichten oder sie gegen unterstützte zu ersetzen?)
Hat man sich vorbereitet, installiert man sich die ausgewählte Distribution mit dem ernsthaften Vorsatz, sie für die eigenen Zwecke nutzbar zu machen. Wenn das nicht klappt, recherchiert man eben, fragt in Foren oder Newsgroups. Mit den wenigsten Computer-Problemen ist man allein auf dieser Welt, und die meisten wurden vorher schon einmal gelöst.
Und nun verzeih’ mir bitte ein paar kritische Worte: Bevor Du Blog-Einträge schreibst, in denen implizit Kritik an Softwareprodukten mitschwingt, an denen von vielen Leuten unentgeltlich eine Menge Arbeit geleistet wird („… habe alle Distributionen ausprobiert…“ -> alles Mist?), überdenke bitte Dein Vorgehen. Zumal ähnliche „Erfahrungsberichte“ im Web ohnehin tausendfach zu finden sind und wirklich niemand weitere braucht.
Viele Grüße,
Tenafpu
13/01/2007 at 19:56 Permalink
Hi Tenafpu,
versteh’ mich bitte nicht falsch, die “angetesteten” Linux-Distros waren beileibe nicht übel, sie haben mir nur nicht gefallen. Das hat nichts damit zu tun, dass sie fehlerhaft oder schlecht programmiert wären. Mit Suse 10.2, das parallel auf meinem Rechner läuft, bin ich zufrieden. Dass das WLAN-Netz nicht funzt, schieb ich schon auf meine eigene Unfähigkeit.
Ich bin Fan von OpenSource und teste gerne alles an. Das finde ich nicht verkehrt. So’n Betriebssystem ist ja auch irgendwie wie’n paar Schuhe, da probiere ich auch immer mehrere.
Da ich aber beruflich auf den Computer angewiesen bin, muss das OS schon passen, weil ich weder übermäßig Zeit noch Geduld habe, um alles von Hand einzurichten (wär dem so, wäre ich wohl bei Ubuntu hängengeblieben).
Aber ich nehme deine kritischen Worte ernst und werde versuchen, künftige Kritik auch offen als solche zu formulieren, damit sie klar erkennbar ist. und wo sie’s nicht ist, ist auch keine – zumindest, was Software angeht.
Gruß, Bob