Nachtwanderung im Maislabyrinth

Vorhin habe ich mein erstes Maislabyrinth besucht, das Marler “Labyrinth der sprechenden Vogelscheuchen”. Was eine geile Idee! Die des Irrgartens, meine ich.
Vogelscheuchen, Nebelmaschinen, Lichtungen mit riesigen Erdhügeln – und alles untermalt von äußerst guten Halloween-Geräuschen. Das hat richtig Spaß gemacht. Mal sehen, ob wir uns in den nächsten Wochen nicht noch so ein Ding antun. Hier gibt’s eine recht ausführliche Übersicht über Maislabyrinthe, wenn auch nicht alle Links aktuell sind, aber Google findet’s schon.
Einziges Manko in Marl: die Horde von kleinen, blöden, quiekenden Kindern. Versteht mich nicht falsch: Ich mag Kinder. Wirklich. Aber nicht überall. Wenn man sich gerade dem eingebildeten Grusel dessen, “der hinter den Reihen geht”, hingibt – und dann von überall Taschenlampen auftauchen, Kinder kreischen und Mütter “Käääääävin!”, “Laaauraaaaaaaaaaaa!” oder “Maaarlon-Justiiiin!” schreien, kann auch die überbordendste Fantasie keine unheimliche Atmosphäre mehr aufrecht erhalten.
Gut, ich hatte damit gerechnet, hätte aber ebenso gerne für etwas mehr “Einsamkeit” ein paar Euros mehr gezahlt.
Aber auch so werde ich mit Sicherheit im nächsten Jahr wieder im Maisfeld herumirren, weil’s einfach lustig war.

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