Es geht los. Zeitung liegt auf dem Boden, der Drucker ist anästhesiert, Bier steht bereit, die Pizza wird warm.
Mein Dank geht schon jetzt an den Druckerchannel für die vermutlich hervorragende Anleitung. Ich werde hier nun keine zweite Schritt-für-Schritt-Anleitung posten, sondern meine Erfahrungen mit dieser OP. Nun gut, einige zusätzliche Fotos können dem einen oder der anderen schon hilfreich sein.

1. Die Seitenteile
Nach einer gefühlten Stunde sind sie ab, die Seitenteile. Ich weiß nicht, ob die Epson-Service-Techniker besonderes Werkzeug benutzen oder besonders kleine Hände haben, als “natürlich” und “sinnvoll” will ich die Positionierung und Position der auszuklinkenden Clips nicht bezeichnen. Ich werde es auch nicht.


2. Die Gehäusemitte
Wie im Druckerchannel angekündigt, war es eine leichte Fingerübung, das Mittelteil loszuwerden.

3. Klappe halten
Nun ist die Klappe dran, die vorn das Papier am Herausfallen hindert (und die mein neuer Drucker, ebenfalls ein Epson, dieses Mal das Modell D78, nicht einklappen kann; beim nächsten Mal tätige ich keinen Notkauf).
Druckerchannel empfiehlt hier, die Klappe von außen aus der Halterung zu drücken. Ich hab’ den Zwischenraum zwischen Kallpe und Halterung an der Innenseite mit einem Schraubenzieher vorsichtig auseinandergedrückt. Die Klappe fiel fast von selbst aus der Halterung.

4. Die Papierführung
Das Papierfach hinten ist ein wahrlich harter Brocken. Hier sollte man unbedingt einen Schraubenzieher mit magnetischer Spitze zur Hand haben – und einem langen Stiel. Zudem verkantet das Papierfach schnell beim Herausnehmen. Achtung: In der Papierführung ist eine Feder lose eingeklemmt, die man später wieder einsetzen muss (weil sie garantiert herausfällt).

5. Ich nähere mich dem Druckwerk
Vorn muss nun noch die metallene Schiene raus, dann der erste Schwamm, der aber leider noch nicht das Ziel ist. Zu meinem großen Entsetzen sehe ich bereits hier, dass einige der Tintenschwämme fast wie neu aussehen. Entweder hat Epson den beschissensten Counter der Druckerwelt programmiert oder die Dinger müssen einfach so aussehen – und ich glänze mit arrogantem Halbwissen …
6. Das Druckwerk
Eine Menge Schrauben an allen Seiten, von denen sich einige nur schwer lösen lassen. Ganz rausnehmen muss man das Druckwerk glücklicherweise nicht. Jetzt endlich komme ich an die Tintenschämme. Ich werde sie nun mit einer Pinzette genauso auf einem Stück Zeitung stapeln, wie sie im Druckerboden liegen.

Wenn ich mir so den Bereich unter den Schwämmen ansehe, glaube ich schon, dass die Schwämme voll sind – bei dem Schmodder …

7. Der Schwammaustausch
Die Schwämme werden nun getauscht. Im direkten Vergleich fühlen sich die alten Dinger schon recht verschlammt an.

Sieht fast aus wie neu (ich hab’ die neuen Schwämme nur mit dem beklecksten Handschuh eingesetzt).

Anscheinend habe ich einen Schwamm zu viel gekauft. Nun ja, sei’s drum …

8. Der Zusammenbau
Vor allem hoffe ich, dass keine Schraube übrig bleibt …
Es lief alles problemlos, der Drucker sieht so aus wie vorher. Nun ja, ein Teilchen ist ihm abhanden gekommen, ich hoffe, er vermisst es nicht allzu sehr, denn ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wo es hingehört.

9. Der Probedruck
Der Probedruck gelingt erst, wenn man den Counter zurückgesetzt hat. Der Druckerchannel hat mal wieder den entscheidenden Hinweis.
Leider gibt mir das Tülchen (Ist dies wohl das Diminutiv von “Tool”?) nur einen “Communication Error”. Ich breche den Drucktest an dieser Stelle ab und werde mich morgen an einigen Dokumenten austoben.
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