Rot ist tot

NRW hat gewählt.
Die SPD hat verloren, die Grünen ebenso, die FDP in gewissem Rahmen. Die CDU tritt als Siegerin aus dem Wahlkampf. Und Deutschland? Wenn ich die feist grinsenden Politiker-Fressen sehe, die sich im Kamera-Licht sonnen, kommt mir das Kotzen. Monatelang hat die CDU alle Reformansätze im Bundesrat blockiert. Da ist Münteferings Ankündigung einer Neuwahl im Herbst dieses Jahres das einzig Richtige. Lass die anderen machen, dann muss ich mich nicht mehr anpissen lassen. Der Bergbau ist tot, Püttologen werden umgeschult zu Mikrobiologen und Atomtechnikern, es gibt Einheitsschulen und Eliteunis.
Ja, ich bin parteiisch. Ich bin für NRW, für das Ruhrgebiet. Für vernünftigen Strukturwandel. Der Pott ist rot geblieben. Hier wissen die Leute, was Reformen für diese gebeutelte Region bedeuten können. Jetzt muss eine Partei unsere Probleme lösen, die hier (fast) niemand gewählt hat.
Und, ja, ich bin Polemiker. Ich will keine abgehobenen Politschwätzer mehr sehen, die in ihren Villen längst den Kontakt zur Durchschnittsbevölkerung verloren haben. Die Arbeiter sind der SPD mitnichten weggelaufen. Was, zur Hölle, hat ein Herr Stoiber zu einer Wahl in NRW zu sagen? Gar nichts! Und ich werde auch nicht Katholik, weil Herr Rüttgers dies für eine überlegene Idee hält.
Der Pott bleibt rot! Basta!
Und, ja, ich bin auch Pathetiker.

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