Schlag den Raab

Nur so viel dazu: Der erste Versuch ProSiebens, in der Samstagabend-Unterhaltung Fuß zu fassen, geht gründlich in die Hose. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass im Anschluss an dieses Live-”Events” etliche Leute ihre Schreibtische werden räumen müssen.
Hier meine Vorschläge:
1. Der Typ, der dem Technik-Prakti die Verkabelung der Papierflieger-Wurf-Handschuhe und der gesamten Buzzer-Insel überlassen hat. (Und es kann mir NIEMAND erzäheln, dass die Technik PLÖTZLICH funktioniert: Die Stoppuhr wurde per Hand ausgelöst, das Telefonklingeln eingespielt – wetten?)
2. Die Truppe, die sich die bekloppten Spiele ausgedacht hat. Tischtennis? Bowling?? Am Samstagabend??? Mein Mitgefühl widme ich an dieser Stelle der Raab-Gegnerin Esther, die sichtlich genervt dennoch die Contenance behält. Mal schauen, wie lange noch …
3. Die Dramaturgen der Sendung, die mich mit ihrer strunzelangweiligen Vorstellung der Kandidaten fast den letzten Nerv gekostet hätten.
4. Der Typ, der sich nicht vorher den Song von Nena angehört hat.
5. Der Typ, der nach der Generalprobe (und somit der Probeperformance) von Nena und dem motorisch gestörten Idioten nicht die Reißleine gezogen und sich nicht lieber irgendeinen Altstar aus dem ZDF-Fundus ausgeliehen hat.
6. Der Typ, der festgelegt hat, dass dieses Martyrium bis kurz vor Mitternacht laufen soll. So lange hat selbst “The Grandmaster of Gameshows”, unser Kulenkampff, nicht überzogen. Und DER war witzig UND hatte Charme und Charisma!
7. Der Typ, der nicht vorausgesehen hat, dass es am Ende einen Punktegleichstand geben kann (oder ich, falls ich mich verrechnet haben sollte).
8. Der Typ mit Verantwortung für die Computergrafiken.

Lob allerdings gebührt:
1. Dem souveränen Moderator, an dessen Stelle ich bereits den einen oder anderen Falling-Down-Amoklauf veranstaltet hätte.
2. Erneut Esther wegen unbeschreiblicher Geduld.

Samstagabendunterhaltung geht anders, ganz klar!!!

Und beim Pausenzappen lande ich im Debilenstadl und sehe den Abgang von Florian “I hob a bleedes Grinsln im Gsicht” Silbereisen und im Anschluss zwei alte Transen in voller Montur – und dazu APPLAUDIERENDES Publikum! *würg*

Edith sagt, der gesamte Beitrag wurde jetzt schon fünfmal ergänzt, und befürchtet, dies wird im Laufe dieses Desasters noch öfters passieren (und ergänzt, dass Frauen nicht Fußball spielen sollten).

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