Testosteronparty im Schrebergarten (mal wieder)

Im Schrebergarten neben meinem Kopfkissen ist wieder Pubertätsparty.

Ich weiß nicht, ob ich langsam spießig werde oder ob die tägliche und berufliche Beschallung mit lauter Rockmusik mein Bedürfnis nach Ruhe verstärkt; jedenfalls kreischen die Ischen dermaßen laut über das laute Gegröle der andersgeschlechtlichen Feiernden, dass es mir die Fußnägel aufrollt. Es klingt stark nach Testosteron-Primaten im Wettkampf um den lautesten Brunftschrei.

Wir haben früher nie dermaßen unkontrolliert rumgebrüllt. Gut, vielleicht ein- oder zweimal, aber nicht jeden Tag jedes Wochenendes. Und dazu noch diese debilen BVB-Schlachtrufe, als wären wir in Lüdenscheid …

Das geht jetzt wieder bis vier Uhr morgens, dann noch ordentliches Gerufe auf dem Rückweg. Und wäre heute Freitag, würden morgen früh gegen sieben Uhr, ganz wie es die Schrebergartenordnung erlaubt, die ersten Rentner auf ihren Rollatoren den Rasen mähen.

Gut, wenn das niemanden stört, kann ich mir nächste Woche auch ‘n Schlagzeug auf meinen Balkon stellen und ab jetzt jeden Freitag bis in die Puppen proben … oder aber ich spiele den Wachturm-Verkäufer morgens um acht, mitten in der Nacht, an der Haustür der am Vortag Feiernden …

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